V E R B A N D    ö S T E R R E I C H I S C H E R    M E E R E S A N G L E R M  A  C  A  U  S  T  R  I  A Team         FIPS - M  W o r l d   C h a m p i o n     Individual REGELWERK  B.G.F. / Trolling Unter der Berücksichtigung auf zukünftige Aufgaben haben wir gemeinsam ein komplettes Regelwerk erstellt. Dieses Reglement tritt mit 1.Februar 2017 in Kraft und kommt in seiner Urform für alle Bewerbe in der Disziplin  B.G.F. / Trolling zur Anwendung.  Unter Rücksichtnahme auf den jeweiligen Austragungsort wird dieses Regelwerk laufend angepaßt.  Insbesondere im Bereich der zu wertenden Fische. 1. Mannschaft Eine Mannschaft besteht aus wahlweise mindestens 3 Anglern oder maximal 4 Anglern. Eines der Teammitglieder ist als Kapitän zu bestimmen. Bei Ausfall von Teammitgliedern während, oder kurzfristig vor dem Bewerb   (Krankheit, Verletzung,....) gilt Folgendes. o Sinkt aufgrund der Ausfälle die Anzahl der Teammitglieder auf weniger als 3 Mann, so ist die Mindestanzahl, die ein Team aufweisen muß, nicht mehr gegeben. o Der Tagesfang findet keinerlei Berücksichtigung in der Tageswertung. (ausg. bei Einzelwertung) o Der Tagesfang findet keinerlei Berücksichtigung in einer eventuellen Wertung für den schwersten Fisch. (ausg. bei Einzelwertung) Ersatzleute sind zugelassen und können einspringen. o Diese müssen jedoch vor Beginn des Bewerbes bekannt gegeben bzw. genannt werden. o Ein Teammitglied einer anderen Mannschaft kann nicht als Ersatzmann in Betracht gezogen werden. 2. Auslosung Die Auslosung findet spätestens am Abend vor dem Beginn des Wettbewerbes statt. Zumindest ein Teammitglied, vorzugsweise der Kapitän muß anwesend sein. Bei Bewerben mit Einzelwertung muß jeder Teilnehmer anwesend sein. Sollte dies einem Team/Angler nicht möglich sein (spätere Anreise, Krankheit,....) muß von dem verhinderten Team/Angler ein Bevollmächtigter genannt werden. In folgender Reihenfolge wird vorgegangen. o Auslosung der Reihenfolge der Teams/Angler. o Zulosung der Kennzeichnungsbuchstaben der Boote. o Zulosung der Teams/Angler auf die Boote. Beispiel: 6 Boote 3 Wettbewerbstage Ein Team wird zu Boot ,,C’’ gelost, somit ergibt sich==> 1.Tag Boot  C 2.Tag Boot  D 3.Tag Boot  E 3. Bootsvorschriften Alle Wettbewerbsboote müssen möglichst gleich gut ausgerüstet sein.  Sie müssen über 4 Rutenhalter, 2 Ausleger verfügen.  Jedes Boot muß über ein Sprechfunkgerät verfügen.  Die Ruten und Rollen müssen den MAC -Austria  Anforderungen entsprechen. Auf jedem Boot befinden sich maximal 4 Ruten mit Rolle.  Es sind keinerlei Ersatzgeräte an Bord erlaubt. Die Bootsführung darf dem Angler durch entsprechende Wendemanöver bzw. durch die Verfolgung des Fisches im Fall von ,,Schnurnot’’ behilflich sein. Der Fisch darf ausschließlich beim Vorwärtsfahren zum Biss verleitet werden.  Auch geringe Geschwindigkeiten sind zulässig. Zwei besonders, große hakenlose Lockschleppköder (Teaser) dürfen von der Bootsführung so ins Wasser gelassen werden, dass diese hinter dem Heck des Bootes befinden, ohne die Teilnehmer bei der Köder- führung zu beeinträchtigen.  Spreader Bars, Daisy Chains, usw.....sind gestattet. Der Veranstalter wird das Angelgebiet festlegen, damit die Teilnahme für alle Wettbewerber, unter gleichen Bedingungen gewährleistet ist. Der Veranstalter ist maßgebend beim Entschluß zur Annullierung des Bewerbes im Falle von Meldungen über Windböen usw. im betreffenden Angelgebiet.  In einigen bestimmten Fällen, wo Gefahr für Körper und Leben oder das Boot bestehen und bei höherer Gewalt während des Wettbewerbes, behält der Veranstalter das Recht vor die Veranstaltung zu unterbrechen.  Dies ist über Funk bekannt zu geben und alle Boote müssen umgehend in den Hafen zurückkehren.  Etwaige gefangene Fische werden gewertet. 4. Wettbewerbsdauer Die Uhrzeit für die Abfahrt und das Ende des Bewerbes wird durch den Veranstalter bekannt gegeben. Bei Wettbewerbsende müssen alle Ruten von den Bordkanten entfernt werden. o Jedes Boot, welches nach Wettbewerbsende mit einer Rute am Bordkantenplatz erwischt wird, gleich ob die Schnüre im Wasser sind oder nicht, wird disqualifiziert. o Diese Maßnahme hebt alle möglichen Reklamationen seitens eines anderen Teilnehmers auf, unter in Betrachtziehung der Schwierigkeit auf Distanz zu urteilen, ob eine Schnur im Wasser ist oder nicht.   5. Köder Der Köderwechsel während dem Wettbewerb ist, unter Einhaltung der folgenden Regeln, nach belieben erlaubt. Der Veranstalter behält sich das Recht ein, Naturköder zu einem Bewerb zuzulassen.  Dies ist in der Ausschreibung zu jedem Bewerb gesondert zu vermerken. Als Naturköder dürfen Fische oder Teile von diesen und andere Formen von Meereslebewesen, die nicht zu den Säugetieren und Vögel gehören, verwendet werden. Die Naturköder (wenn verfügbar) werden vom Veranstalter auf den Booten verteilt. Im Wettbewerb sind nur Naturköder erlaubt, die in gleicher Qualität und Quantität an alle Teilnehmer verteilt werden. Die Verwendung von nicht vom Veranstalter ausgegebenen Naturködern führt zur Disqualifikation. Die zur Verfügung stehenden Naturköder können auch zum Anlocken eines Großfisches verwendet werden. Wenn Kunstköder mit Kunststoffteilen oder anderem Material verwendet werden, darf nicht mehr als ein Einzelhaken an die Schnur oder das Vorfach befestigt werden. Bei Verwendung von Naturködern, ist ausschließlich das Angeln mit “Circle Hooks” gestattet.  Es darf nicht mehr als ein Circle Hook an die Schnur oder das Vorfach befestigt werden. Haken aus Nirosta (Inox) sind verboten. Geschränkte Haken (Offset Hooks) sind ausnahmslos verboten.   6. Schnüre Schnüre aus monofilem Material, oder geflochtenem mehrfädigen Material (Dacron), sowie Schüre mit verbleiter Seele könne verwendet werden. Die maximale Schnurstärke beträgt 57kg. 7. Doppelleine Die Verwendung einer Doppelleine ist verpflichtend vorgeschrieben. Die Doppelleine muss aus der Hauptschnur gefertigt werden. Die Doppelleinen werden gemessen von dem Knotenanfang, der Umklöppelung, der Verdrillung oder der Spleißung, die den Anfang der Doppelleine bildet, bis Knotenende, dem Umklöppelungsende, der Spange, dem Wirbel oder anderen Vorrichtung, um das Vorfach, den Kunstköder oder Haken mit der Doppelleine zu verbinden. Für die Schnurklassen bis 20lbs. (10kg) einbegriffen, wird die Doppelleine auf 4,50m begrenzt.  Die Gesamtlänge der Doppelleine und dem Vorfach darf eine Länge von 6,00m nicht überschreiten. Die Doppelleine für Schnurklassen über 20lbs. ist auf 9,00m begrenzt.  Die Gesamtlänge der Doppelleine und dem Vorfach darf hierbei eine Länge von 12,00m nicht überschreiten. 8. Vorfach Die Verwendung eines Vorfaches ist Vorschrift. Das Vorfach muß mit der Hauptschnur über eine Spange, einen Knoten, eine Spleißung, einem Wirbel oder andere Vorrichtung verbunden sein. Es gibt kein Reglement welches Bestimmungen über Material und Reißfestigkeit beeinhaltet. Für Schnurklassen bis 20lbs. (10kg) einbegriffen, ist das Vorfach auf 3,00m begrenzt.  Die Gesamtlänge der Doppelleine und des Vorfaches darf 6,00m nicht überschreiten. Das Vorfach für Schnurklassen über 20lbs. ist auf 3,00m begrenzt.  Die Gesamtlänge der Doppelleine und dem Vorfach darf hierbei 12,00m nicht überschreiten. 9. Rute Die Spitze der Rute muß eine Mindestlänge von 105,00cm haben. Der Handteil der Rute darf eine Länge von 70,00cm nicht überschreiten.  Diese Länge wird gemessen vom unteren Ende bis zur Mitte der Rolle.  Der gebogene Handteil wird in gerader Linie gemessen. 10.Rolle Jede motorisierte Rolle, ganz gleich welcher Art, ist verboten.  Dies betrifft mechanisch,-hydraulisch,-elektrisch motorisierte Rollen und Vorrichtungen die dem Angler einen unlauteren Vorteil verschaffen. Rollen mit Sperrklinkengriff, von der Art einer Winde, sind verboten.  Hierunter versteht man Rollen die einen Griff haben den man in zwei Richtungen drehen kann.  In einer Richtung wirkt sie als Sperrklinke und in der anderen als Winde. Rollen die ausgelegt sind zur gleichzeitigen Bedienung mit zwei Händen, sind verboten. 11.Fangvorschriften Von dem Moment an wo der Fisch anbeißt, den Natur,-oder Kunstköder annimmt, muß der Angler anschlagen, den Fisch drillen und ohne fremde Hilfe zum Gaff bzw. zum Boot bringen, mit der Ausnahme wie in den folgenden Reglementen angeführt. Auch wenn eine Doppelleine verwendet wird, so ist das Ziel der Reglemente, dass der Fang des Fisches während der größten Zeit die zum Drill notwendig ist, mit einer einfachen Schnur erfolgt. Ein Schultergurt kann an der Rolle oder Rute befestigt werden, aber nicht am Kampfstuhl.  Der Schultergurt kann von einer anderen Person angelegt, ersetzt oder reguliert werden. Die Verwendung eines Hüftgurtes oder Gimbalgurtes ist erlaubt. Beim Bootsangeln kann mehr als eine Person das Vorfach mit der Hand halten nachdem dieses auf Höhe des Matrosen gebracht wurde oder wenn das Vorfach am Rutenspitzenende angelangt ist. Außer der das Gaff und die das Vorfach haltende Personen, können noch andere Helfer eingreifen. Der Griff das Gaffs muß beim Gaffen des Fisches in der Hand gehalten werden. Gehakte Fische müssen schnellstmöglich zum Boot geführt und gegafft bzw. released werden.  Es ist untersagt gehakte Fische beim Boot zu ,,halten”. 12.Zugelassene Fischarten und deren Bewertung Dieser Punkt wird spezifisch für den jeweiligen Austragungsort gesondert in jeder Ausschreibung erörtert. 13.Ermittlung der Tageswertung Die Ermittlung des Tagessiegers erfolgt über die erreichte Gesamtpunkteanzahl, aller gefangenen, und gewerteten Fische. Haben zwei oder mehr Teams/Angler die gleiche Tagespunkteanzahl, wird das Team/der Angler die kleinste Platzziffer erhalten (resp. den höheren Rang in der Wertung), welches/welcher die höhere Anzahl an Fischen gefangen hat.  Ist dann noch Gleichheit so erhalten alle Teams/Angler die gleiche Platzziffer. Die Teams/Angler ohne Fang bekommen folgende Platzziffer. Man bildet sie Summe jener Platzziffern ab dem letzten Team/Angler welche/r noch Fisch gefangen hat.  D.h. sämtliche noch zu vergebenden Platzziffern der Teams/Angler welche keinen Fisch gefangen haben werden addiert.  Diese Summe wird durch die Anzahl der Teams/Angler, welche keinen Fisch gefangen haben, dividiert.  Das Ergebnis ist die Platzziffer die an alle Teams/Angler vergeben wird. 14.Ermittlung des Gesamtergebnisses Die Ermittlung des Gesamtergebnisses erfolgt über die Addition der Tagesplatzziffern. Das Team/der Angler mit der kleinsten Punktezahl ist Sieger. Bei Punktegleichheit in der Team/Einzelwertung werden die jeweils besten Tagesplatzergebnisse herangezogen.  Jenes Team/jener Angler welches/welcher die kleinste Tagesplatzziffer aufzu- weisen hat, ist der Sieger. Besteht dann noch immer Gleichheit (z.B. zwei Teams/Angler weisen beide einen Tagessieg als bestes Ergebnis auf) so gilt für die Wertung folgendes. o Man bildet die Summe aller erreichten Wertungspunkte, für gefangene Fische, über alle Wettbewerbstage. o Man berücksichtigt die größte Anzahl gefangener Fische über alle Wertungstage. 15.Der Videobeweis Die Endphase des Drills muss mittels Videokamera festgehalten werden.  Folgendes ist zwingend einzuhalten: Videokamera mit USB Anschluss, Verbindungskabel (Kamera-PC) muss vom Kapitän/Einzelangler bereitgestellt werden. Der Angler muss zu sehen und eindeutig zu identifizieren sein. Das Armband des Anglers und die dazugehörige Markierung auf dessen Angelrute (vom Veranstalter täglich bereitgestellt) müssen zu sehen sein. Der Fisch muss zu sehen und eindeutig zu identifizieren sein. Die Verbindung zwischen Doppelleine und Vorfach muss zu sehen sein, in dem Moment in dem sie den Spitzenring der Rute erreicht und berührt. Das Durchtrennen des Vorfaches muss zu sehen sein.  Der Fisch muss, wenn auch nur für kurze Zeit, mit beiden Händen am Vorfach gehalten werden. Der Fisch darf in keinem Moment berührt werden oder aus dem Wasser genommen werden. Das abgeschnittene Ende des Vorfaches muss zu sehen sein. Das Video darf nicht geschnitten sein.